Gestern habe ich an einem Tisch mit 4 soliden Spielern (VP$IP bis 35) und einer Callingstation (VP$IP 54, PFR 7) gesessen.
Dummerweise saß die Callingstation direkt hinter mir. Dadurch gestaltete sich die ganze Angelegenheit sehr schwierig.
Beispiel:
- Ich raise preflop mit AQo
- die Callingstation tut , was man von Ihr erwartet
: sie called 2 Bets cold, alle anderen Spieler folden – soweit so gut, ich bin heads up mit einem schwachen Spieler
- der Flop kommt mit J62 rainbow, ich mache einen continuation bet
- die Callingstation called
- Turnkarte 9
- ich bette
- die Callingstation called
- Riverkarte 6
Und nun ? Betten ist sinnlos. Es gibt wohl kaum eine stärkere Hand, die eine calling station folden würde.
Bleibt also Check/Fold oder Check/Call. Was besser ist hängt von der Aggressivität und Bluffhäufigkeit des Gegners ab. In diesem konkreten Fall bettete die Callingsstation zu 60% am River. Ich bin also davon ausgegangen, dass sie relativ häufig blufft und habe Check/Call gespielt.
Am Ende habe ich in der Session ca. 20 $ verloren. Eine Callingstation am Tisch reicht also nicht unbedingt aus, um profitabel zu spielen – insbesondere von man keine Position auf die Callingstation hat.
Mein aktueller Kontostand: 133 $.